
Verhaltens- und emotionale Störungen
CB-KJP Praxis Nürnberg | Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Körperliche Signale im Alltag sensibel einordnen
Bei manchen Kindern und Jugendlichen zeigen sich im Alltag wiederkehrende Bewegungen oder Lautäußerungen (Tics) oder Schwierigkeiten wie Einnässen (Enuresis) oder Einkoten (Enkopresis). Für die Betroffenen selbst und für Sie als Eltern kann das verunsichernd sein, besonders wenn unklar ist, wie diese Veränderungen einzuordnen sind. Eine psychiatrische Abklärung kann dabei helfen, diese Themen in Ruhe und im Zusammenhang zu betrachten. Dabei werden körperliche, entwicklungsbezogene und seelische Aspekte gemeinsam einbezogen. So lässt sich besser verstehen, welche Faktoren eine Rolle spielen und wie sich die Situation entwickelt hat. Auf dieser Grundlage möchten wir gemeinsam passende Wege im Umgang mit den Beschwerden finden, abgestimmt auf das Kind, die Familie und den Alltag.

So verläuft die Diagnostik bei Entwicklung und Aufmerksamkeit
Die Hintergründe von Tics, Einnässen oder Einkoten sind oft vielschichtig. Deshalb ist die Diagnostik so aufgebaut, dass sie mehrere Aspekte berücksichtigt und neben Psyche auch Körper und Umfeld untersucht.
Ankommen und erstes Gespräch
Zu Beginn findet ein gemeinsamer Termin mit Ihrem Kind statt. Ziel ist es, die aktuelle Situation kennenzulernen und erste Eindrücke zu gewinnen. Dabei werden Basisdaten erfasst. Vor allem hören wir genau zu, was Sie und Ihr Kind beschäftigt.
Raum für Einordnung
Viele Eltern bringen Fragen, Unsicherheiten oder unterschiedliche Beobachtungen aus dem Alltag mit. Je nach Bedarf können Gespräche auch ohne Ihr Kind stattfinden, um Themen offen und in Ruhe zu besprechen.
Differenzierte Diagnostik
In weiteren Terminen erfolgt eine gezielte und differenzierte Abklärung. Dazu gehören Gespräche sowie strukturierte Beobachtungen.
Dabei beziehen wir körperliche, seelische und entwicklungsbezogene Aspekte ebenso ein wie das soziale Umfeld des Kindes.
Verständliche Befundbesprechung
Am Ende der Untersuchungen werden die fachärztlichen Einschätzungen verständlich und nachvollziehbar mit Ihnen besprochen und eingeordnet.
Gemeinsam klären wir anschließend mögliche nächste Schritte, zum Beispiel eine Überweisung an andere Fachärzt:innen oder passende therapeutische Angebote.


UND NACH DER DIAGNOSE? SO BEGLEITEN WIR SIE WEITER.
Diagnostik abgeschlossen? Wie es jetzt weitergehen kann.
Nach der fachlichen Einschätzung ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten im Umgang mit Tics, Einnässen oder Einkoten. Für viele Familien ist bereits die Einordnung entlastend, weil sie hilft, das Verhalten besser zu verstehen und im Alltag sicherer damit umzugehen.
Je nach Situation können weitere Unterstützungsangebote sinnvoll sein: zum Beispiel Beratung, verhaltenstherapeutische Ansätze oder eine weiterführende Behandlung. Auch körperliche Faktoren werden bei der Planung berücksichtigt und bei Bedarf mit anderen Fachbereichen abgestimmt.
Welche Schritte passend sind, wird individuell entschieden. Eine Diagnose dient dabei als Orientierung, nicht als Festlegung. Wenn Alltagssituationen wie Schule oder Familie betroffen sind, können, mit Ihrem Einverständnis, auch Bezugspersonen einbezogen werden.

Häufige Fragen zu Entwicklung und Aufmerksamkeit
Wie äußern sich Tic-Störungen bei Kindern und Jugendlichen?
Wie können Tic-Störungen behandelt werden?
Welche Ursachen kann Enuresis (Einnässen) haben?
Ist Enkopresis ein rein körperliches Problem oder spielen auch seelische Faktoren eine Rolle?
Wie können Eltern mit Scham oder Rückzug ihres Kindes umgehen?
Wann ist eine zusätzliche kinderärztliche Abklärung sinnvoll?
Kann sich das Verhalten im Laufe der Entwicklung verändern?
Was hilft Kindern, sich im Alltag wieder sicherer zu fühlen?
Aktuelles für Patient:innen & Eltern
Hier informieren wir Sie über aktuelle Themen – von organisatorischen Abläufen bis hin zu Details rund um Diagnostik und Therapie.
Hinweis: Derzeit können wir leider keine neuen Patientinnen und Patienten aufnehmen.


